Geschäftsbericht 2009 / Lagebericht / Ertragslage

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Ertragslage



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Nach der 2008 getroffenen Entscheidung des Vorstandes, das Alternative Kreditportfolio unter ökonomisch sinnvollen Bedingungen konsequent weiter abzubauen und entsprechende Papiere zukünftig nicht mehr zu erwerben, wird die Ertragslage im Hinblick auf das außerordentliche Ergebnis wie 2008 dargestellt. Die außerordentlichen Erträge werden bestimmt durch Margenbeiträge aus den verbrieften Kundenforderungen. Die außerordentlichen Aufwendungen ergeben sich aus den Wertkorrekturen, Zuschreibungen sowie realisierten Ergebnissen.


Jahresüberschuss


Der Jahresüberschuss konnte kräftig um 5,4 Mio. € (+45,3 %) gesteigert werden. Dem lag ein um 6,9 Mio. € (+41,9 %) höheres Ergebnis vor Steuern zu Grunde. Der Ertragssteueraufwand in Höhe von 5,7 Mio. € (+36,7 %) basierte auf Steueraufwendungen in Höhe von 7,9 Mio. €, die auf das operative Ergebnis entfielen. Dem stand ein Abbau latenter Steueraufwendungen in Höhe von 1,1 Mio. € und ein positiver Effekt aus bestehenden Verlustvorträgen gegenüber.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, aus dem Ergebnis eine gegenüber 2008 gleich bleibende Dividende in Höhe von 1,00 € auf die alten Aktien und 0,50 € auf die nur zur Hälfte dividendenberechtigten jungen Aktien aus der Kapitalerhöhung des Jahres 2009 auszuschütten. Das entspricht einer Dividendensumme von 11,44 Mio. € (+10,0 %). Vorab wurde den Rücklagen der Bank ein Betrag von 6,0 Mio. € (Vorjahr 1,6 Mio. €) zugeführt.


Außerordentliches Ergebnis

Das außerordentliche Ergebnis lag mit -9,8 Mio. € um -1,0 Mio. € (12,0 %) unter dem Vorjahr. Die Wertkorrekturen und Abschreibungen auf das Alternative Kreditportfolio – vermindert um vorgenommene Zuschreibungen – beliefen sich auf 12,1 Mio. € und lagen damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 31,3 Mio. €. Das insgesamt positive Zinsergebnis aus den verbrieften Kredit­forderungen umfasste 2,3 Mio. € (Vorjahr 1,2 Mio. €) und wurde ebenfalls in das außerordentliche Ergebnis eingestellt. In den Aufwendungen sind auch Buchgewinne in Höhe von 0,1 Mio. € enthalten, die aus Rückzahlungen nach Fälligkeit bzw. Teiltil­gung auf Papiere des Alternativen Kreditportfolios resultierten.

 

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Betriebsergebnis

Positive Fristentransformationseffekte im Zinsergebnis, resultierend aus den 2009 deutlich gefallenen Geldmarktzinsen, aber auch verbesserte Margenbeiträge aus dem Kredit- und Einlagengeschäft waren die maßgeblichen Gründe für den deutlichen Anstieg des Betriebsergebnisses um 7,9 Mio. € (+31,5 %) auf 33,0 Mio. €. Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds erhöhte sich die Risikovorsorge nur moderat um 2,5 Mio. € (+15,5 %). Darin enthalten ist auch eine Dotierung der versteuerten Reserven nach § 340f HGB. Die Eigenkapitalrendite, die auch das außerordentliche Ergebnis umfasst, verbesserte sich vor Steuern von 7,7 % auf 9,6 %. Der vergleichsweise überschaubare Anstieg ist auf die deutliche Ausweitung des Eigenkapitals infolge der Kapitalerhöhung zurückzuführen.

Aus dem stabilen Kundenstamm, zu dem der überwiegende Teil der eigenen Aktionäre gehört, ergeben sich aufgrund einer verringerten Kundenfluktuation ergebnisstabilisierende Effekte. Die Risikotransformationsfunktion führt in unterschiedlichen Bereichen zu einer im Zeitablauf stärker schwankenden Risikovorsorge und folglich zu entsprechenden Ergebnisvolatilitäten. Diesen Risiken begegnet die Bank mit umfassenden Maßnahmen. Gleichwohl bleibt sie auch von äußeren Einflüssen, wie dem starken Rückgang des Bruttoinlandsproduktes 2009 nicht verschont. Die Bank liegt mit der Struktur ihrer Ergebnisentwicklung im Trend der Entwicklung vergleichbarer Kreditinstitute. Dies betrifft insbesondere das gestiegene Zinsergebnis und die höhere Risikovorsorge unter Einbeziehung des außerordentlichen Ergebnisses. Im Provisionsergebnis konnte sich die Bank von der stärker rückläufigen Entwicklung im allgemeinen Wettbewerbsumfeld leicht positiv abheben.


Zinsüberschuss


Der Zinsüberschuss nahm kräftig um 18,7 % auf 110 Mio. € zu. Die Kreditmargen, die in den Vorjahren auch im Branchenumfeld ein vergleichsweise niedriges Niveau angenommen hatten, konnten sich zum Teil deutlich erholen. Im Gegensatz dazu verringerten sich in Folge des massiven Rückgangs der Geldmarktzinsen die Margen im Einlagengeschäft. Das Fristentransformationsergebnis konnte – ebenfalls aufgrund der niedrigen Geldmarktzinsen – nach zuvor -1,2 Mio. € um 3,2 Mio. € auf 2,0 Mio. € wieder verbessert werden. Die Zinsspanne der Bank wurde nach mehreren Jahren rückläufiger Entwicklung deutlich um 0,40 %-Punkte auf 2,80 % ausgeweitet.

Die laufenden Erträge ermäßigten sich aufgrund rückläufiger Aktien- und Beteiligungserträge um 1,2 Mio. € auf 4,8 Mio. €. Dabei lag die Ausschüttung der Tochtergesellschaft NB-VERSICHERUNGS-SERVICE GmbH, Essen, mit 635 Tsd. € über dem Niveau des Vorjahres. Das Vorjahresergebnis der Gesellschaft wurde um 5,7 % übertroffen. Die NB-IMMOBILIEN GmbH, Essen, erzielte in einem schwierigen Immobilienmarkt einen Bilanzverlust in Höhe von -39 Tsd. € (Vorjahr +42 Tsd. €). Aus der Beteiligung an der IMMRUHR GmbH & Co. KG, Essen, wurde ein Ertrag von 561 Tsd. € generiert.


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Provisionsüberschuss

Das Provisionsergebnis des Vorjahres konnte die Bank leicht um 0,9 % auf 39,7 Mio. € verbessern. Dies ist im Branchenvergleich als gutes Ergebnis zu werten. Die Erträge aus dem Asset Management lagen leicht unter dem Vorjahresergebnis (-4,2 %). Angesichts des nach den Verwerfungen an den Finanzmärkten im Laufe des Jahres 2008 um 23,5 % zurückgegangenen verwalteten Depotvolumens ist diese Entwicklung positiv zu werten. Die Weiterentwicklung im Asset Management durch den Aufbau des Family Office und des Wealth Management machten sich bereits im ersten Jahr positiv bemerkbar. Insgesamt konnten die verwalteten Depotvolumina wieder um 15,3 % auf 2,6 Mrd. € gesteigert werden. Es besteht die klare Zielsetzung, auf Basis der neu geschaffenen Strukturen im Asset Management die Ergebnisse in den nächsten Jahren wieder deutlich zu verbessern. Im Geschäftsbereich Internationales Geschäft konnte das Ergebnis insgesamt um 4,7 % gesteigert werden. Herausragend war dabei der Zuwachs im Zins- und Währungsmanagement um 32 %. Der Einbruch des deutschen Export- und Importgeschäfts, von dem auch die mittelständischen Firmenkunden der Bank betroffen waren, führte zu einem Rückgang der Provisionen aus dem Zahlungsverkehr, dem Dokumentengeschäft sowie der Außenhandelsfinanzierung. Im Baufinanzierungsgeschäft hat der in den Vorjahren angesichts eines intensiven Wettbewerbs bestandene Preisdruck deutlich abgenommen. Wegen des kräftigen Wachstums der an Kooperationspartner vermittelten Baufinanzierungen bei einem insgesamt um rund 12,3 % höheren Baufinanzierungsgeschäftsvolumen konnten die Erträge in diesem Bereich sehr deutlich um 71,4 % verbessert werden. Die Provisionserträge im Konten- und Kartenservice stiegen preis- und volumensbedingt um 5,9 %. Die Ergebnisbeiträge aus dem Kreditgeschäft konnten nicht ganz auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden. Sie nahmen um 5,5 % ab. Dieser Entwicklung liegt insbesondere das im Jahresdurchschnitt verringerte Bürgschaftsvolumen, aber auch ein reduziertes Kreditneugeschäft zu Grunde. Spürbare Zuwächse konnten aus der Bearbeitung und Abwicklung von Insolvenzgeldvorfinanzierungen erzielt werden. In diesem Bereich sind exzellentes Know-how und Abwicklungsexpertise auf höchstem Niveau erforderlich. Diese Kompetenz wurde in den letzten Jahren systematisch aufgebaut und weiterentwickelt.

 

Ergebnis aus Finanzgeschäften


Das Ergebnis aus Finanzgeschäften lag mit 0,8 Mio. € über dem durch Sondereffekte beeinflussten Vorjahresniveau (-1,8 Mio. €). Das Ergebnis resultierte aus Wertpapierhandelsaktivitäten, aus dem Währungsmanagement und aus dem Sortenhandel. Die Bank betreibt kein Handelsgeschäft mit dem Ziel, damit wesentliche Ergebnisbeiträge zu erwirtschaften.


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Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen stiegen deutlich um 9,4 % auf 93,6 Mio. € (Vorjahr 85,5 Mio. €). Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter nahmen dabei in Folge eines leicht gestiegenen Personalbestands und tariflicher Gehaltserhöhungen mit 6,1 % nur unterproportional zu. Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung stiegen spürbar, insbesondere für Beiträge, die an den Pensionssicherungsverein zu leisten sind sowie für die Dotierung von Rückstellungen für Altersteilzeitverträge. Der Anstieg der Aufwendungen für den Pensionssicherungsverein auf 0,6 Mio. € ist überwiegend den bedeutenden deutschen Insolvenzfällen der Jahre 2008 und 2009 geschuldet. Die anderen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich mit 12,8 % auf 34,7 Mio. € (Vorjahr 30,7 Mio. €) ebenfalls kräftig. Ursache hierfür waren einerseits die Verdoppelung der Kosten für die Einlagensicherung des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. und der Einlegerentschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH. Andererseits waren erstmals Mietaufwendungen für Objekte zu berücksichtigen, welche die Bank 2008 im Rahmen einer Immobilientransaktion an die IMMRUHR GmbH & Co. KG, Essen, veräußert und zurückgemietet hat. An der IMMRUHR GmbH & Co. KG, Essen, ist die Bank mit 89,94 % beteiligt. Für 2009 erhielt die Bank aus dieser Beteiligung eine Ergebniszurechnung von 561 Tsd. €, die in den laufenden Erträgen aus Beteiligungen und somit im Zinsergebnis enthalten sind.

 

Abschreibungen auf Sachanlagen


Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlagewerte lagen mit 5,4 Mio. € um 0,6 Mio. € (+13,5 %) über dem Vorjahresniveau. Die höheren Abschreibungen sind Folge der Investitionen in neue IT-Systeme zur Verbesserung der Risikosteuerung sowie zur Kundenbetreuungs- und Vertriebsunterstützung der Bank, aber auch für moderne Datenbanksysteme auf den Zentralrechnern. Die Kosten-Ertrags-Relation verbesserte sich trotz der höheren Verwaltungsaufwendungen aufgrund des überproportionalen Anstiegs des Rohertrags von 68,4 % auf 65,5 % und liegt damit nahe an der angestrebten Bandbreite von 60% bis 65%.

 

Sonstiger betrieblicher Aufwand


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen um knapp 0,9 Mio. € zu. Ursächlich sind Aufwendungen, die nicht dem laufenden Geschäftsjahr, sondern dem Vorjahr zuzurechnen waren. Zudem enthielten sie nicht aktivierungsfähige Aufwendungen für Ansprüche, die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen werden, sowie Aufwendungen für eingetretene operationelle Risiken.


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Risikovorsorge

Die Aufwendungen für die Risikovorsorge nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 % auf 19,0 Mio. € zu. Dies ist angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes ein befriedigendes Ergebnis. Im Kreditgeschäft wurde allen erkennbaren Risiken durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen Rechnung getragen. Der für die Kreditrisikovorsorge aufzuwendende Betrag lag mit 18,4 Mio. € um 2,3 Mio. € (+14,3 %) über dem Vorjahreswert. Dem Risikoergebnis aus Beteiligungen sowie aus sonstigen Bereichen und der Dotierung der Reserven gemäß § 340 f HGB stand ein positives Risikoergebnis aus dem Wertpapierliquiditätsbestand gegenüber, so dass außerhalb des Kreditgeschäftes eine Risikovorsorge von 0,6 Mio. € gebildet wurde.


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Segmentrechnung der Bank

Firmenkunden, Wirtschaftlich Selbstständige und Privatkunden bilden die strategischen Geschäftsfelder der Bank. Die Organisation und die vertriebsbezogene bzw. rentabilitätsseitige Steuerung der Bank sind auf diese drei Geschäftsbereiche ausgerichtet.

Im Jahr 2009 konnte das Zinsergebnis im Kundengeschäft über alle drei Segmente hinweg weiter verbessert werden. Das Zinsergebnis des Treasury stieg in Verbindung mit dem Ergebnisswing aus der Fristentransformation (2,0 Mio. € nach zuvor -1,2 Mio. €) signifikant von 0,3 Mio. € auf 9,1 Mio. €. Dieser Anstieg ist das Ergebnis der Eigenanlagen, denen deutlich verringerte Refinanzierungskosten entgegenstehen. Das Provisionsergebnis entwickelte sich differenziert. Während im Privatkundengeschäft aufgrund der rückläufigen Erträge im Asset Management das Ergebnis unter dem Vorjahr lag, konnten die Beiträge im Geschäft mit Wirtschaftlich Selbstständigen kräftig und mit Firmenkunden leicht ausgeweitet werden. Die Risikoaufwendungen nahmen in allen Segmenten leicht zu. Die Renditeziele der Bank wurden auf Basis risikoadjustierter Eigenkapitalallokationen im Firmenkundengeschäft übertroffen und im Geschäft mit Wirtschaftlich Selbstständigen nahezu erreicht, im Privatkundengeschäft hingegen noch verfehlt. Im Rahmen der unter der Überschrift "Winning 2012" stehenden strategischen Planung der Bank gehören die Zielfestlegungen im Privatkundengeschäft zu den ambitioniertesten. Die in diesem Geschäftsfeld noch nicht zufriedenstellende Rendite ist im Wesentlichen auf personelle Vorleistungen zurückzuführen, die uns perspektivisch zu deutlich verbesserten Rentabilitäten im Privatkundengeschäft führen sollen.

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Segmentrechnung

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Beträge in Mio. €FirmenkundenWirtschaftlich SelbstständigePrivatkundenTreasury und SonstigesGesamtbank

2008200920082009200820092008200920082009
Zinsergebnis50,955,816,419,125,126,00,39,192,7110,0
Provisionsergebnis12,813,15,46,421,219,4-0,10,839,339,7
Sonstige Erträge und Aufwendungen0,00,00,00,00,10,1-0,21,2-0,11,3
Verwaltungsaufwendungen-30,9-35,0-17,7-19,9-38,2-39,9-3,5-4,2-90,3-99,0
Risikoergebnis-15,3-16,3-1,0-1,1-0,7-1,80,50,2-16,5-19,0
Betriebsergebnis17,517,63,14,57,53,8-3,07,125,133,0
Außerordentliches Ergebnis      -8,8-9,8-8,8-9,8
Kosten-Ertrags-Relation in %48,450,781,277,782,487,8> 10038,368,465,5
Zugerechnetes Eigenkapital (ohne Nachrangdarlehen)82,375,319,924,635,139,171,6100,6208,9239,5
Eigenkapitalrendite in %21,323,515,318,621,39,5-16,3-2,87,79,6
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