4 Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns
Auf der Grundlage der über die letzten Jahre in Deutschland aufgebauten Marktposition und der Schlagkraft der neuen, im April 2004 eingeführten Organisationsstruktur hat SinnerSchrader im Geschäftsjahr 2004/2005 die positiven Impulse aus der allgemeinen Marktentwicklung nutzen können und den Umsatz nach Jahren rückläufiger Zahlen um gut 16 % auf 14,3 Mio. € gesteigert.
Der Umsatzzuwachs von gut 2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr führte zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses, gemessen am EBITA um fast 1,6 Mio. €, sodass SinnerSchrader nach vier Jahren operativer Verluste das Geschäftsjahr 2004/2005 mit einem EBITA von knapp 0,2 Mio. € wieder positiv abgeschlossen hat. Dabei war das EBITA auch im Jahr 2004/2005 noch mit Restrukturierungsaufwendungen von gut 0,35 Mio. € belastet, da vor allem für den Abbau der Raumüberkapazitäten am Standort Hamburg im kommenden Geschäftsjahr Rückstellungen für dann fällig werdende Mietabfindungszahlungen zu bilden waren.
Zusammen mit den Erträgen aus der Anlage der Liquiditätsreserve von 0,2 Mio. € sowie der im moderaten Umfang vorgenommenen Berücksichtigung zukünftiger Steuerspareffekte aus den Verlustvorträgen in der laufenden Ergebnisrechnung über den Aufbau einer aktiven latenten Steuerposition im Umfang von 0,15 Mio. € erzielte SinnerSchrader im Geschäftsjahr 2004/2005 einen Jahresüberschuss von gut 0,5 Mio. € oder 0,05 € je Aktie, gegenüber einem Jahresverlust von -0,5 Mio. € oder –0,05 € je Aktie im vorangegangenen Geschäftsjahr.
Damit lag der Geschäftsverlauf insgesamt über der Planung, in der SinnerSchrader für 2004/2005 von einem Umsatzwachstum zwischen 5 % und 10 % und einem ausgeglichenen operativen Ergebnis ausgegangen war.
Auch die Entwicklung der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns übertraf die Erwartungen. So belief sich das Eigenkapital am 31. August 2005 auf 10,3 Mio. €, ein Anstieg gegenüber dem Stand zum Ende des Vorjahres von knapp 2,2 Mio. €. Der Zuwachs aus dem Jahresüberschuss wurde durch Erlöse aus dem Verkauf von rd. 474 Tausend eigenen Aktien in Höhe von 1,7 Mio. € ergänzt.
Die Vermögenslage des Konzerns hat sich in erster Linie durch die bereits im vorangegangenen Geschäftsjahr beschlossene Rückzahlung von Eigenkapital an Aktionäre im Umfang von 20,8 Mio. € verändert. Während die Auswirkungen im Eigenkapital bereits zum 31. August 2004 berücksichtigt waren, reduzierte sich die Liquiditätsreserve erst im Zuge der Begleichung der Verbindlichkeit gegenüber den Aktionären am 8. November 2004 um den Rückzahlungsbetrag. Um diesen Effekt bereinigt erhöhte sich die Liquiditätsreserve im Verlauf des Geschäftsjahres von 6,2 Mio. € am 31. August 2004 auf 10,6 Mio. € am 31. August 2005. Die Eigenkapitalquote erreichte zum Geschäftsjahresende einen Wert von 75 %.
Im Folgenden wird die Entwicklung der wesentlichen Kenngrößen des Geschäftsverlaufs und der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns im Berichtszeitraum näher erläutert.
Abb. 4 | Umsatz- und EBITA-Entwicklung seit 2000/2001 in Mio. €