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4.1 Umsatz

Die erfreuliche Ausweitung des Geschäftsvolumens von 12,3 Mio. € im Vorjahr auf 14,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2004/2005 hat sich über kontinuierlich steigende Quartalsumsätze ergeben. Nach einer Konsolidierung des Umsatzniveaus bei 3,2 Mio. € im ersten Quartal 2004/2005 knapp unter dem Wert des letzten Quartals des Vorjahres stieg der Quartalsumsatz über 3,6 Mio. € im zweiten Quartal und knapp 3,7 Mio. € im dritten Quartal auf 3,8 Mio. € im vierten Quartal an, einen Wert, den SinnerSchrader seit dem ersten Quartal 2001/2002 nicht mehr erreicht hatte. Die in der Mitte des Geschäftsjahres 2003/2004 eingetretene Trendwende zu wieder steigenden Umsätzen hat sich damit als nachhaltig erwiesen.

 

Zur Stetigkeit des Wachstums hat maßgeblich beigetragen, dass SinnerSchrader nach Umsetzung der neuen Organisationsstruktur im April 2004 sein Leistungsportfolio in voller Breite am Markt anbietet und dadurch das Marktpotenzial für seine Dienstleistungen besser erschließen konnte. Darüber hinaus ermöglichte die breitere Aufstellung, dass sich die teilweise recht unterschiedlichen Entwicklungen der Segmente über die Quartale gut ergänzt haben.

 

Besonders dynamisch hat sich das Segment Interaktive Dienste entwickelt, das vor allem im Mediageschäft und bei Betriebsdienstleistungen überdurchschnittliche Wachstumsraten erzielen konnte. Von den guten Wachstumsraten im Markt für Onlinewerbung konnte SinnerSchrader zum einen aufgrund seiner Expertise im Bereich von Cost-per-Order-Transaktionen und zum anderen aufgrund des Einstiegs ins Suchmaschinenmarketing profitieren. Hinsichtlich der Betriebsdienstleistungen sorgte das gute Neukundengeschäft der beiden anderen Segmente gepaart mit erfolgreichem Cross-Selling für Wachstumsdynamik. Im Berichtsjahr hat SinnerSchrader in diesem Bereich den Kunden darüber hinaus verstärkt den Betrieb von Websites auf eigener Rechnerkapazität bei mehrjährigen Vertragslaufzeiten angeboten. Im Geschäftsjahr 2004/2005 erzielte das Segment mit externen Kunden einen Umsatz von 4,4 Mio. €, was einem Anteil von knapp 31 % am Konzernumsatz entspricht. In den fünf Monaten des Vorjahres seit Etablierung der Segmente im April 2004 betrug der Anteil 24 %.

 

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Abb. 5 | Umsatzentwicklung nach Quartalen in Mio. €

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Das Geschäft im Segment Interaktive Software hat sich nach einem starken vierten Quartal des Vorjahres und einem noch darüberliegenden zweiten Quartal 2004/2005 in der zweiten Geschäftsjahreshälfte 2004/2005 auf einem guten, wenngleich leicht unterhalb der Spitzenwerte liegenden Niveau konsolidiert. Nach anfänglich erfreulichen Impulsen aus dem Neukundengeschäft, allen voran der Auftrag zum Aufbau der SZ-Mediathek für die Süddeutsche Zeitung, blieben diese in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres im Wesentlichen aus. So stand das Bestandskundengeschäft im Vordergrund, bei dem mit dem Relaunch der Website der comdirect bank im Juni 2005 die Leistungsfähigkeit SinnerSchraders unter Beweis gestellt werden konnte. Der Gesamtumsatz mit externen Kunden im Geschäftsjahr betrug 5,7 Mio. €, ein Konzernanteil von 40 %. In den letzten fünf Monaten des vorangegangenen Geschäftsjahres lag der Anteil bei 44 %.

Das Segment Interaktives Marketing steuerte 4,2 Mio. € Umsatz mit externen Kunden oder gut 29 % (im Vergleich zu 32 % im Zeitraum April 2004 bis August 2004) zum Gesamtumsatz des Konzerns 2004/2005 bei. Nach anfänglichen Erfolgen in den ersten Monaten nach der Reorganisation im April 2004 galt es, die Marketing- und Kreativkompetenz von SinnerSchrader nachhaltig am Markt zu etablieren. Darauf gerichtete Vertriebsanstrengungen erfuhren eine erfreuliche Akzeptanz und führten im Geschäftsjahr 2004/2005 zu einem guten Neukundengeschäft: Knapp ein Drittel der Umsätze des Segments Interaktives Marketing wurde mit Neukunden erzielt. Gewonnen werden konnten unter anderem VW Mobile Services, die E-Plus-Tochter simyo und Dow Jones.

Auf das Geschäftsjahr 2004/2005 bezogen betrug der Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr insgesamt 16 %. Das vor allem von den Segmenten Interaktive Software und Interaktives Marketing betriebene Projektdienstleistungsgeschäft legte im Vergleich zum Vorjahr um gut 8 % zu. Die Umsätze mit Media- und sonstigen Dienstleistungen, die im Wesentlichen vom Segment Interaktive Dienste erzielt werden, stiegen um 55 % bzw. 14 % und sorgten dafür, dass der Konzern insgesamt ein deutlich zweistelliges Wachstum erreicht hat. Dabei wurden 21 % der Umsätze mit neu hinzugewonnenen Kunden erzielt. Im Jahr zuvor betrug die Neukundenquote nur 16 %.

Mit den fünf bzw. zehn größten Kunden bzw. Kundengruppen erzielte SinnerSchrader im Geschäftsjahr 2004/2005 64 % bzw. 83 % des Konzernumsatzes. In 2003/2004 betrugen die entsprechenden Anteile 70 % bzw. 81 %. Damit geht die leichte Anteilsverschiebung zugunsten der Top Ten einher mit einer etwas gleichgewichtigeren Verteilung unter den wichtigen Kundenbeziehungen. Zwei der Top Ten waren Neukunden. Auf den größten Kunden entfiel im Geschäftsjahr 2004/2005 ein Anteil von 20 %; im Vorjahr war der größte Kunde für 18 % des Umsatzes verantwortlich. Wie bereits im Vorjahr erzielte SinnerSchrader mit fünf Kunden einen Umsatz von mehr als 1 Mio. €.

 

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Abb. 6 | Umsatzentwicklung nach Segmenten in Mio. €

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Abb. 7 | Umsatzanteil Top-Ten-Kunden in %

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Die Verteilung des Umsatzes nach Branchen zeigt wie im Vorjahr auch einen vergleichsweise ausgeglichenen Branchenmix. Auf keine der fünf Branchen entfiel ein Anteil von über einem Drittel. Im Anteil zugelegt haben die Branchen Transport & Touristik und Handel & Konsumgüter sowie Medien & Unterhaltung. Anteilmäßig rückläufig war der Umsatz mit Unternehmen aus der Finanzdienstleistungsbranche und der Branche Kommunikation & Technologie.

Die Entwicklung der Auftragseingänge verlief auch im Geschäftsjahr 2004/2005 nah an der des Umsatzes. Erstens vergeben Kunden im Projektgeschäft Aufträge für Erst- und vor allem für Pflege- und Weiterentwicklungsprojekte noch immer in möglichst kleinen Tranchen. Zweitens sind im Mediageschäft bei für SinnerSchrader wesentlichen Aufträgen Budgetgrößen nicht vorgegeben, sondern ergeben sich erst aus tatsächlich gelieferten Kundenbesuchen auf der vermarkteten Website bzw. tatsächlich vermittelten Bestellungen. Dadurch bewegten sich die Auftragsbestände im Berichtsjahr und zum 31. August 2005 weiterhin unterhalb eines Quartalsumsatzes.

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Abb. 8 | Entwicklung des Neukundengeschäftes in Mio. € und %

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