Operative Risiken
SinnerSchrader erzielt 20 % des Umsatzes mit einem Kunden; die fünf größten Kunden haben einen Anteil von zusammen fast 64 % am Umsatz. Ein Wegfall des Geschäftes mit diesen wichtigen Kunden wird, wenn überhaupt, nur mit einem Zeitverzug ausgeglichen werden können, während dessen eine entsprechende Reduzierung der Kosten nicht möglich ist.
Da die Umsätze im Geschäft von SinnerSchrader nicht durch langfristige Verträge gesichert sind, sondern im Wesentlichen auf Basis von Einzelbeauftragungen mit limitiertem Zeithorizont entstehen, unterliegen die Umsatzplanungen einer hohen Unsicherheit. Die Tendenz, dass Kunden von SinnerSchrader Gesamtprojekte in kleineren Einzelschritten beauftragen, hat noch nicht abgenommen, sodass die Auftragsbestände nicht über einen Quartalsumsatz hinausgehen.
SinnerSchrader wickelt einen wesentlichen Teil seiner Umsätze im Rahmen von Festpreisvereinbarungen ab. Aufgrund der Komplexität und der hohen technischen Anforderungen kann es zu einer Verfehlung der ursprünglich kalkulierten Kosten kommen, die zu nicht geplanten Verlusten führen kann. Darüber hinaus übernimmt SinnerSchrader im Rahmen der Projektverträge übliche Gewährleistungs- und Haftungsverpflichtungen, aus denen erhebliche Nachlaufkosten für einzelne Projekte resultieren können.
Die von SinnerSchrader für namhafte Kunden abgewickelten Projekte sind teilweise mit einer erheblichen Wirkung in der Öffentlichkeit verbunden. Qualitätsmängel bei der Leistungserbringung können daher zu einer negativen Publicity führen, die den Verkauf der Dienstleistungen und damit die zukünftige Geschäftsentwicklung in signifikantem Umfang beeinträchtigen würde.