Geschäftsbericht 2004/2005 / Service / Höhepunkte

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Höhepunkte

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Die Wirtschaft hat das Internet entdeckt. Besser: wiederentdeckt. Nach den teilweise drastischen Kürzungen der Internetbudgets in den Jahren 2000 bis 2003 beginnen die Unternehmen seit Mitte 2004, ihre Internet-Engagements schrittweise wieder auszubauen. Es reift die Erkenntnis, dass die Budgetstreichungen in den interaktiven Kanälen vielfach überzogen waren. Die Controller rechnen nach und stellen überrascht fest, dass sich der Ausbau webbasierter Kommunikations- und Vertriebsplattformen immer besser rechnet. Das ist neu. Und doch kommt diese Entwicklung nicht von ungefähr.

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Abb. 5 | Umsatzentwicklung nach Quartalen in Mio. €

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SinnerSchrader ist im Geschäftsjahr 2004/2005 schneller vorangekommen als geplant. Die erwartete Marktbelebung ist im Berichtszeitraum eingetreten und SinnerSchrader konnte mit der neuen Organisationsstruktur die sich bietenden Chancen in erfreulichem Maße nutzen. Umsatzwachstum und Ergebnisentwicklung übertrafen die Planansätze. Der Umsatz ist wieder auf das Niveau des Jahres 2001/2002 zurückgekehrt und das operative Ergebnis lag klar über der Nulllinie. Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer guten Ertragskraft erreicht. Die Höhe der im Geschäftsjahr 2004/2005 erzielten operativen Marge – EBITA zu (Brutto-)Umsatz – von 1,2 % zeigt aber auch, dass noch eine Wegstrecke zurückzulegen ist.

Mittelfristig strebt SinnerSchrader eine operative Marge zwischen 10 % und 12 % an. Zur Erreichung dieses Zieles geht SinnerSchrader für die kommenden drei Geschäftsjahre von zweistelligen Wachstumsraten im Umsatz, Margenverbesserungen im Projektdienstleistungsgeschäft der Segmente Interaktive Software und Interaktives Marketing und der Eliminierung der derzeit noch anfallenden Mietleerstandskosten mit dem Ende des laufenden Mietvertrags für die Büroflächen in Hamburg am 30. Juni 2006 aus.

Den Planungen liegt eine positive Einschätzung der Entwicklung des für SinnerSchrader relevanten Marktes zugrunde. Dabei bilden die allgemeinen Erwartungen eines vernünftigen, wenn auch nicht besonders starken Wachstums der deutschen Wirtschaft gemessen am Bruttoinlandsprodukt von 1,2 % in 2006 sowie des IT-Marktes einerseits und des Werbemarkts andererseits mit Wachstumsprognosen für 2006 von 3,4 % bzw. mehr als 2,0 % eine gute Basis. Wichtiger allerdings sind die Erwartungen an die Entwicklung der Bedeutung des Internets als Kommunikations- und Transaktionsplattform. Wenngleich verlässliche Prognosen noch kaum verfügbar sind, deuten alle Angaben darauf hin, dass nach der ersten Wachstumswelle in den Jahren 1996 bis 2000 eine zweite Phase einer dynamischen Entwicklung begonnen hat. In der aktuellen weltweiten Technology-Fast-500-Umfrage von Deloitte Touche stand das Industriesegment „Internet/IP-related“ im Hinblick auf die Einschätzung des Wachstumspotenzials nach einem dritten und zweiten Platz in den

beiden Vorjahren mit großem Abstand an der Spitze, sowohl bezogen auf das Jahr 2005 als auch auf die kommenden drei Jahre.

Auf Basis seiner guten Position im deutschen Markt rechnet SinnerSchrader damit, von dieser Entwicklung profitieren zu können. Für das Geschäftsjahr 2005/2006 sind ein Umsatzwachstum zwischen 10 % und 15 % und ein operatives Ergebnis (EBITA) zwischen 0,3 Mio. € und 0,5 Mio. € geplant. Mit einer Fortsetzung dieses Wachstums und dem Wegfall der Mietleerstandskosten ist im Geschäftsjahr 2006/2007 dann vorgesehen, im operativen Ergebnis die Millionengrenze deutlich zu überschreiten. Zusätzlich zu dieser geplanten organischen Entwicklung ist SinnerSchrader daran interessiert, sich durch Akquisitionen weitere Wachstums- und Ergebnispotenziale zur Ergänzung des bisherigen Geschäftes, vor allem aber zur Erweiterung des Geschäftsportfolios um komplementäre Dienstleistungen zu erschließen.

 

Hamburg, den 7. November 2005

Der Vorstand

 

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