Geschäftsbericht 2005/2006 / Konzernlagebericht / Entwicklung und Lage der AG

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5 Entwicklung und Lage der AG

Die SinnerSchrader AG ist die geschäftsführende Holding des SinnerSchrader-Konzerns. Ihre Geschäftstätigkeit umfasst gegenüber dem Vorjahr unverändert im Schwerpunkt die Steuerung und Kontrolle der operativen Konzerngesellschaften und deren Finanzierung, die Verwaltung und Steuerung der Konzernliquidität, die Führung der inländischen steuerlichen Organschaft, die Bereitstellung und Verwaltung der von den Konzerngesellschaften gemeinschaftlich genutzten Infrastrukturen, insbesondere der Büroräumlichkeiten, die zentrale Erbringung administrativer Dienstleistungen sowie die Wahrnehmung zentraler Konzernaufgaben wie z. B. der Investor-Relations-Arbeit.

Zwischen der SinnerSchrader AG und den inländischen Tochtergesellschaften, der
SinnerSchrader Deutschland GmbH, der SinnerSchrader Neue Informatik GmbH, der SinnerSchrader Studios GmbH und der SinnerSchrader Studios Frankfurt GmbH, bestehen direkt oder indirekt Ergebnisabführungsverträge, sodass sich die Ergebnisse aus dem operativen Geschäft jeweils als Erträge aus Gewinnabführungen bzw. Aufwendungen aus Verlustübernahmen auch in dem Einzelergebnis der AG des jeweiligen Berichtsjahres niederschlagen.
 
In Bezug auf die Bereitstellung von Infrastruktur und auf die zentrale Erbringung administrativer Dienstleistungen steht die SinnerSchrader AG im direkten Geschäftsverkehr mit den inländischen Tochtergesellschaften, stellt diesen die erbrachten Leistungen in Rechnung und erwirtschaftet daraus eigene Umsätze.

Das Jahresergebnis der AG, ermittelt nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften, belief sich im Geschäftsjahr 2005/2006 auf 3,5 Mio. €. Wie bereits im Vorjahr überstieg das Ergebnis den Jahresüberschuss im Konzern erheblich.

Der Unterschied von ca. 2,4 Mio. € zwischen den Jahresüberschüssen im Einzelabschluss der AG und im Konzernabschluss ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die AG in ihrem Einzelabschluss den Wert ihrer Beteiligung an der SinnerSchrader Deutschland GmbH, in der das gesamte operative Geschäft des SinnerSchrader-Konzerns gebündelt ist, bei Wertsteigerungen bis zum ursprünglichen Anschaffungswert hochzuschreiben hat. Aufgrund der operativen Ergebnisse des Geschäftsjahres und der Bestärkung des positiven Ausblicks hat die Wertermittlung für die SinnerSchrader Deutschland GmbH auf Basis der Ertragswertmethode einen Wertzuwachs von 2,5 Mio. € auf einen neuen Wert von 14,0 Mio. € ergeben. Die Wertaufholung zum 31. August 2006 hat zu einem entsprechenden sonstigen betrieblichen Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung der AG geführt.

 

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Im Vorjahr fiel eine Wertaufholung in Höhe von 3,5 Mio. € an. Dieser Unterschied sowie der Wegfall des Einmalertrags aus dem Verkauf eigener Anteile in Höhe von 1 Mio. € erklären im Wesentlichen, dass im Berichtsjahr der Jahresüberschuss des Vorjahres von 5,6 Mio. € nicht erneut erreicht wurde.

Die weiteren Umsatz-, Ertrags- und Aufwandspositionen der AG haben sich im Geschäftsjahr 2005/2006 im Vergleich zum Vorjahr stabil entwickelt. Der Umsatz aus für die Tochtergesellschaften erbrachten Dienstleistungen wuchs um 0,1 Mio. € auf 2,4 Mio. €. Durch die Ergebnisabführung der Tochtergesellschaften floss der AG ein Ertrag von 1,6 Mio. € zu. Im Gegensatz zu den operativen Ergebnissen nach IFRS lagen die abzuführenden Ergebnisse um 0,2 Mio. € unter dem Vorjahr. Dies ist auf die Unterschiede zwischen internationalen und deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen hinsichtlich der Umsatz- und Ertragsrealisierung aus Projekten zurückzuführen.

Aus der Anlage der liquiden Mittel hat die AG, saldiert mit den Zins- und zinsähnlichen Aufwendungen, einen mit dem Vorjahr vergleichbaren Ertrag in Höhe von rd. 0,2 Mio. € erzielt.  

Die Summe der betrieblichen Kosten, bestehend aus Materialaufwendungen, Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen, hat sich mit knapp 3,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2005/2006 gegenüber dem Vorjahr ebenso kaum verändert. Eine leichte Erhöhung der Personalkosten wurde durch Verringerungen der Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen kompensiert.

Erneut fielen auch im Berichtsjahr keine Ertragsteuern an. Das um die nicht steuerbare Wertaufholung und weitere nicht zu versteuernde Ergebnisbestandteile bereinigte Vorsteuerergebnis konnte vollständig mit vorhandenen Verlustvorträgen der inländischen Organschaft verrechnet werden.

In der nach § 58 Abs. 2 und 2 a Aktiengesetz in Verbindung mit der Satzung der SinnerSchrader AG zulässigen Höhe wurde von dem Jahresüberschuss ein Betrag von knapp 3,3 Mio. € in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt, die sich damit zum 31. August 2006 auf 9,5 Mio. € beliefen. Der verbleibende Anteil des Jahresüberschusses erhöhte den Bilanzgewinn auf rd. 0,8 Mio. €. Am Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital somit insgesamt 24,6 Mio. €.

Auf der Passivseite der Bilanz wurde die Erhöhung des Eigenkapitals durch eine Reduzierung der sonstigen Rückstellungen um 0,3 Mio. € auf 0,5 Mio. € und der sonstigen Verbindlichkeiten um knapp 0,5 Mio. € auf 0,1 Mio. € begleitet. Diese Veränderungen standen im Zusammenhang mit der Beendigung des Mietverhältnisses in den ehemaligen Büroräumlichkeiten in Hamburg durch Umzug in neue Räume Ende Juli 2006. Zum einen wurden die noch bestehenden Drohverlustrückstellungen für den Mietleerstand in den alten Räumen vollständig verbraucht, zum anderen wurden mit dem Auszug die Abfindungsleistungen fällig, die mit dem Aussprechen der Kündigung im Vorjahr als sonstige Verbindlichkeit eingebucht worden waren.

Der Anstieg der Bilanzsumme im Berichtsjahr fiel entsprechend um rd. 0,7 Mio. € geringer aus als der Zuwachs im Eigenkapital. Die Eigenkapitalquote stieg dadurch weiter an und erreichte zum 31. August 2006 den Wert von 97 % gegenüber 94 % zum Ende des Vorjahres.

Der korrespondierende Vermögenszuwachs fand im Wesentlichen in den Anteilen an verbundenen Unternehmen statt, die um 2,5 Mio. € aufgewertet wurden. Darüber hinaus nahmen die Forderungen gegenüber den Konzerntöchtern um rd. 0,4 Mio. € zu. Die Höhe der liquiden Mittel und Wertpapiere nahm im Gegenzug leicht um 0,1 Mio. € ab.

Innerhalb der Wertpapiere erhöhte sich der Wert der eigenen Anteile geringfügig, ohne dass der Bestand von 131.347 eigenen Aktien durch weitere Rückkäufe erhöht wurde. Aufgrund der Entwicklung des Schlusskurses der SinnerSchrader-Aktie von 1,39 € am 31. August 2005 auf 1,53 € am 31. August 2006 konnte die im Vorjahr erfolgte Wertan-passung der eigenen Anteile wieder rückgängig gemacht werden.

 

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