4.3 Jahresergebnis
Die positive Entwicklung des operativen Ergebnisses wurde durch eine leichte Verbesserung des Ergebnisses aus der Anlage der Liquiditätsreserve sowie einen positiven Ertragsteuereffekt aus der Bildung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge ergänzt.
Das Finanzergebnis erhöhte sich infolge der kontinuierlichen Erhöhung des Zinssatzes für kurzfristige Geldanlagen leicht von 0,22 Mio. € auf 0,23 Mio. €. SinnerSchrader hat auch im Geschäftsjahr 2005/2006 unverändert daran festgehalten, die Liquiditätsreserve kurzfristig verfügbar ohne wesentliche Zinsänderungsrisiken anzulegen. Der für solche Anlagen relevante 1-Monats-Euribor stieg im Verlauf des Geschäftsjahres von 2,11 % zum 31. August 2005 auf 3,09 % am 31. August 2006. Der daraus resultierende Effekt war höher als an der Entwicklung des Finanzergebnisses ablesbar, da im Vorjahr noch ein Finanzergebnisbeitrag aus der Teilrückzahlung einer abgeschriebenen Beteiligungsfinanzierung in Höhe von 0,03 Mio. € entstanden war.
Damit belief sich das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2005/2006 auf 0,8 Mio. € im Vergleich zu 0,4 Mio. € im vorangegangenen Jahr.
Trotz des positiven Vorsteuerergebnisses fielen auch im Berichtsjahr keine laufenden Ertragsteuern an, da das Ergebnis steuerlich vollständig mit vorhandenen Verlustvorträgen verrechnet werden konnte. Für die nach Verrechnung mit dem Vorsteuerergebnis des Berichtsjahres noch verbliebenen Verlustvorträge waren darüber hinaus nach den internationalen Rechnungslegungsstandards aktive latente Steuern ergebniswirksam zu bilden. Aufgrund der nach den letzten beiden Geschäftsjahren gefestigten Erwartung zukünftiger Vorsteuergewinne, mit denen die Verlustvorträge genutzt werden können, entfiel die Grundlage für die Bildung einer Wertberichtigung auf die vollen aktiven latenten Steuern, sodass die Nutzung der im Inland bestehenden Verlustvorträge im Abschluss für das Geschäftsjahr 2005/2006 vollständig ergebniswirksam wurde. Nach Verrechnung mit anderen Latenzeffekten aufgrund von Differenzen zwischen der internationalen Rechnungslegung und der steuerlichen Rechnungslegung errechnete sich per saldo ein latenter Steuerertrag von 0,35 Mio. €. Im Vorjahr war ein Steuerertrag von 0,15 Mio. € entstanden.
Insgesamt erzielte SinnerSchrader im Geschäftsjahr 2005/2006 einen Jahresüberschuss von knapp 1,2 Mio. €, der damit mehr als doppelt so hoch ausfiel wie im Jahr zuvor. Bei rd. 11,4 Mio. Aktien im Umlauf ergab sich ein Ergebnis je Aktie von 0,10 € gegenüber 0,05 € im Vorjahr.