4.2 Operatives Ergebnis
Aus dem operativen Geschäft erzielte SinnerSchrader im Geschäftsjahr 2005/2006 ein Ergebnis (gemessen über die Kenngröße EBITA) von knapp 0,6 Mio. €. Das Vorjahresergebnis von 0,2 Mio. € wurde deutlich übertroffen und die Rückkehr zu einer angemessenen operativen Profitabilität ein gutes Stück vorangebracht. Die operative Marge, das Verhältnis aus EBITA und Umsatz, konnte von 1,2 % im Vorjahr auf 3,8 % in 2005/2006 mehr als verdreifacht werden. Dabei zeigt sich im Trend über die Quartale ein nachhaltiger Anstieg der operativen Marge. Im vierten Quartal 2005/2006 lag sie bereits bei 5,3 %.
EBITA-Entwicklung nach Quartalen in T€
Die Ergebnis- und Margenverbesserung war getragen durch den Wegfall von Restrukturierungskosten. Für die letzten arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzungen aus den Personalabbaumaßnahmen der Vorjahre sowie für Abfindungszahlungen im Zusammenhang mit der Kündigung der bisherigen Büroräumlichkeiten in Hamburg mussten im Geschäftsjahr 2004/2005 noch rd. 0,36 Mio. € kostenwirksam zurückgestellt werden. Vergleichbare Kosten fielen im Geschäftsjahr 2005/2006 nicht mehr an.
Des Weiteren konnten im Vergleich zum Vorjahr die Verwaltungskosten noch einmal um 0,08 Mio. € verringert werden und für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fielen um 0,07 Mio. € geringere Kosten an. Der Aufwand für Marketing und Vertrieb war stabil.
Das Geschäftswachstum trug im Geschäftsjahr 2005/2006 insgesamt noch nicht zu einer Verbesserung des Ergebnisses bei. Das Bruttoergebnis ging leicht um knapp 0,1 Mio. € zurück. Dies ist zum einen auf eine wie erwartet eingetretene Normalisierung der Margensituation im Geschäft mit Mediadienstleistungen zurückzuführen, durch die sich trotz steigender Umsätze das Bruttoergebnis in diesem Geschäft um rd. 0,21 Mio. € verringerte. Zum anderen hat der aus Gründen der Kostenflexibilisierung bewusst intensivierte Einsatz von Fremddienstleistern vor allem im Segment Interaktive Software bei nur leicht wachsendem Geschäft zu Einbußen beim Bruttoergebnis geführt. Darüber hinaus haben wir in der Projektbewertung strengere Maßstäbe bei der Dotierung von Gewährleistungsrückstellungen angewendet, die ebenfalls insbesondere im Segment Interaktive Software zum Rückgang des Bruttoergebnisses beitrugen.
Die Kostenstruktur hat sich damit insgesamt zulasten der Kosten der Umsatzerlöse einschließlich der Mediakosten entwickelt. 2005/2006 machte dieser Kostenblock 70,8 % vom Umsatz aus; im Vorjahr waren es nur 67,2 %. Die anderen Kostenblöcke haben sich dagegen in Prozent vom Umsatz gegenüber dem Vorjahr jeweils deutlich verringert: die Vertriebskosten von 7,8 % auf 7,0 %, die Verwaltungskosten einschließlich Restrukturierungskosten von 23,4 % auf 18,4 % und die Forschungs- und Entwicklungskosten von 0,9 % auf 0,4 %.
In der Kostenentwicklung des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr konnte sich der Umzug in kleinere und preisgünstigere Büroräumlichkeiten in Hamburg – mit Ausnahme des Wegfalls der Belastungen aus der Rückstellung für die mittlerweile erfolgte Abfindungszahlung – noch nicht wesentlich auswirken, da der Umzug erst zum 1. August 2006 erfolgte. In der Kostengliederung nach Kostenarten haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen daher auch nur im Umfang der bereits zurückgestellten Abfindungsverpflichtung um rd. 0,3 Mio. € auf 2,7 Mio. € verringert und die Abschreibungen (einschließlich der Abschreibungen für die Mietereinbauten des bisherigen Büros in Hamburg) machten nahezu unverändert etwa 0,55 Mio. € aus. In der Entwicklung der Personalkosten und der Kosten für Fremddienstleister und Fremdmaterial werden die Bemühungen deutlich, das Geschäftswachstum für eine Flexibilisierung der Kostenstruktur zu nutzen: Während die Personalkosten mit 7,8 Mio. € auf Vorjahresniveau blieben, verdoppelten sich die Fremdkosten auf knapp 1,6 Mio. €.
Der Saldo aus sonstigen Erträgen und Aufwendungen ist gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und trägt knapp 0,1 Mio. € zum EBITA bei. Der positive Beitrag entstand vornehmlich aus der Auflösung von in den Vorjahren gebildeten Rückstellungen.
EBITA-Überleitung 2004/2005 nach 2005/2006 in Mio. €
Die Entwicklung der Segmentergebnisse spiegelt die Tatsache wider, dass der Anstieg des operativen Ergebnisses in 2005/2006 im Wesentlichen auf den Wegfall bzw. Verbesserun-gen von Verwaltungs- und Restrukturierungskosten zurückzuführen ist. Die operativen Segmente verbesserten ihren Ergebnisbeitrag insgesamt nur geringfügig um 0,04 Mio. € auf 1,86 Mio. €, während sich die auf der Holdingebene verbleibenden Kosten um 0,38 Mio. € verringerten. Die Segmente Interaktive Software und Interaktive Dienste haben ihre Segmentergebnisse jeweils leicht verbessert, während das Ergebnis des Segments Interaktives Marketing nahezu unverändert blieb.